Die Geschichte des Unternehmens Emhart Teknologies in Europa
"Wenn Sie es schaffen, das zu liefern, werden Sie sich nie Sorgen über Bestellungen machen müssen!"
Ab 1888 George Tucker - Anfangsjahre

- 1888 George
Tucker, britischer Unternehmer, gründet im Stadtteil Bordersley der Stadt
Birmingham eine kleine Firma, die Ösen für Lederschuhe herstellt.
- 1899 Die
United Shoe Machinery Company (USM) wird in Boston, USA, gegründet.
Firmengründungen ab 1900

- 1902: Die American Hardware
Corporation wird in Hartford, USA, gegründet. Nach dem Kauf der Empire
Machinery Company wird sie unter dem Namen "Hartford Empire"
bekannt.
- 1903: Die George Tucker
Eyelet Company wird gegründet. Das Unternehmen wird von der United Shoe
Machinery Company (USM) aufgekauft.
- 1909: USM gründet ein
Vertriebsbüro im schwedischen Orebro.
1910 - 1940 Die Geburt der Marke POP®

- 1914: Das Unternehmen
George Tucker Eyelet Company wird im Vereinigten Königreich Marktführer
für Metallösen und Schnürhaken.
- 1934: Ein
Flugzeughersteller bittet die George Tucker Eyelet Company um
Unterstützung bei der Entwicklung eines neuartigen Befestigungssystems.
Dieses neue Produkt wird der POP® Niet, der die Fähigkeit besitzt, von nur
einer Seite eines Bauteils gesetzt werden zu müssen.
- 1939: Die Produktionszahlen
der POP® Niete steigen während des zweiten Weltkriegs auf 3.000 Millionen
und das Unternehmen zieht um in ein größeres Werk in Perry Barr,
Birmingham, UK.
Ab 1945 Expansion und Effizienz

- 1945: Neue Märkte werden
für die POP® Niete im Bereich Automobilbau, Haushaltsgeräte und Metallmöbel
erschlossen.
- Neue und effizientere
Nietenproduktionsmaschinen werden entwickelt und im Werk in Birmingham
installiert.
Ab 1955 Neue Produkte und Erschließung des EWG-Marktes

- 1955: Als Antwort auf die
sich ändernden Bedürfnisse der Märkte werden neue Produkte entwickelt: Wie
z.B. der Imex Becherniet.
- 1956: Wachstumschancen auf
dem EWG-Markt werden erkannt. Gießen in Deutschland wird als idealer
Standort ausgewählt, um den europäischen Markt mit POP® Produkten zu
beliefern.
- 1959: Die Tucker GmbH wird
in Gießen, Deutschland, gegründet. Der Standort produziert Stanz- und
Ziehteile.
1960 - 1973 Der Beginn des Bolzenschweißens

- 1971: USM erwirbt Warren,
ein amerikanisches Unternehmen, das auf die Fertigung von Kunststoffteilen
spezialisiert ist.
- 1971: Marktchancen für
Bolzenschweißgeräte werden in Europa erkannt. Als Audi Deutschland bei
Warren in Europa zum ersten Mal 15 Bolzenschweißgeräte in Auftrag gibt,
beschließt USM, diese an einem Standort zu fertigen, der zur Belieferung
von Audi strategisch günstig liegt und legt damit den Grundstein für die
Herstellung von Bolzenschweißgeräten in Gießen.
- 1971: Als Anerkennung für
ihre Erfolge im Export erhält die George Tucker Eyelet Company den
"Queen's Award to Industry".
- 1971: Die Firma Sistemas de
Fijacion Tucker, S.A wird in Alcalá de Henares, Madrid, Spanien,
gegründet. In dem neuen Werk werden POP® Produkte für den südeuropäischen
Markt hergestellt.
- 1972: Die Firma Harttung
Fasteners wird in Kopenhagen, Dänemark, gegründet. Das Unternehmen
vertreibt POP® Niete und andere Industriebefestigungssysteme auf dem
dänischen Markt.
- 1973: Die Tucker GmbH kauft
Körber Plastik, um die Idee des "Lochlosen Systems" zu
verwirklichen. Ab diesem Zeitpunkt beliefert Gießen die Automobilindustrie
sehr erfolgreich mit Clip-, Bolzen- und Schweißgeräten.
1974 Wachstum und Sortimentserweiterung

- 1974: USM reagiert auf das
spürbare Wachstum des Überseegeschäfts mit dem Bau neuer POP®
Nietenfabriken in den USA, Australien und Japan.
- 1974: VW bittet die Tucker
GmbH um die Entwicklung und Lieferung von Bolzenschweißgeräten mit
Parameterüberwachung.
- Es fing damit an, dass der
Kunde sagte: "Wenn Sie es schaffen, dies zu liefern, werden Sie sich
nie Sorgen über Bestellungen machen müssen!" Die Tucker GmbH
entwickelte das neue System und lieferte es an VW. Und bis heute ist VW
ein treuer Kunde der Tucker GmbH.
- 1974: Die Tucker GmbH
entwickelt den Tannenbaumbolzen, der eine manuelle Montage von
Kunststoffverbindungen während der Automobilmontage ermöglicht, und bringt
ihn auf den Markt.
- 1974: Die George Tucker
Eyelet Company wird umbenannt in Tucker Fasteners Ltd., um das breite
Produktangebot des Unternehmens widerzuspiegeln, zu welchem mittlerweile
POP® Nietsysteme, Tucker Bolzenschweißsysteme, sowie Bauprodukte und Sicherungskappen gehörten.
1975 - 1980 Emhart Teknologies

- 1976: Emhart wird als neues
Unternehmen gegründet, das aus der Fusion von USM und Hartford Empire
entstanden ist.
- Tradex Oy, ein finnischer
POP® Vertriebspartner, wird von Emhart aufgekauft und umbenannt in Emhart
Finnland.
- Die Tucker und USM
Unternehmen werden zu diesem Zeitpunkt Teil von Emhart.
- 1979: Ein neues Werk für
komplette Bolzenproduktion wird in Gießen gebaut.
Ab 1982 Auszeichnungen für Gießen und Black & Decker

- 1982: Die Tucker GmbH
erhält in Anerkennung ihrer hervorragenden Produktions- und Lieferabläufe
und der dauerhaften Zufriedenheit ihrer Kunden die Auszeichnung
"Bestes Unternehmen der Emhart Group".
- 1982: Zum Angebot der POP®
Produktlinie gehören nun auch die POPNut® Blindnietmutternsysteme.
- 1989: Die Black &
Decker Corporation kauft das Unternehmen Emhart, das mittlerweile 50.000
Mitarbeiter weltweit beschäftigt.
1990 - 1993 Das Angebot wird erweitert

- 1991: Die Gießener POP®
Nietenproduktion wird zurück ins Werk Birmingham verlagert.
- 1992: Plastifast wird
entwickelt und auf den Markt gebracht.
- 1992: POP® LSR Niete werden
als Antwort auf die steigende Verwendung von Verbundwerkstoffen im
Automobilsektor und anderen Industriebereichen entwickelt und auf den
Markt gebracht.
- 1992: POP® SED Becherniete
mit erhöhter Stärke werden aufgrund einer Anfrage aus der Airbag-Industrie
entwickelt.
- 1993: Die Tucker GmbH
eröffnet in der Tschechischen Republik ein neues Werk für die
Kunststoffproduktion, um die wachsenden lokalen Märkte bedienen zu können.
1997 Ein ereignisreiches Jahr

- Die Tucker Fasteners Ltd.
schließt die Neuausstattung des Werks in Birmingham ab, welches zur
Verbesserung der Effizienz mit modularen Fertigungskonzepten und
Fertigungsinseln fertigt.
- POP® TVD Becherniete aus
Edelstahl werden entwickelt und auf den Markt gebracht.
- Die Schweißsysteme Weldfast
mit Metallhaltern und Nutfast für Muttern werden entwickelt und auf den
Markt gebracht.
- Schlagniete kommen zur
Angebotspalette der Firma Tucker hinzu.
- Die Firma Harttung
Fasteners, Dänemark, wird ein Emhart Unternehmen.
2000 - 2006 100 Jahre alt und nach wie vor voller Kraft

- 2000: In Gießen eröffnet
die Tucker GmbH eine neue hochmoderne Kunststofffabrik.
- 2002: POP® SEK und FSR
Niete werden entwickelt und auf den Markt gebracht, um der Schaltschränke
herstellenden Industrie eine Lösung für ihren Bedarf an platzsparenden
Lösungen zu bieten.
- 2003: Tucker Birmingham
feiert hundertjähriges Jubiläum.
- 2006: Die Produktlinie
ProSet® Nietwerkzeuge wird auf den Markt gebracht. Die neuen Werkzeuge
verfügen über viele Funktionen wie z.B. hohes Leistungsgewicht, die sie
zum Marktführer werden lassen.
2009 Weitere neue Produkte und Jubiläen

- POP® Vgrip™ wird
entwickelt und auf den Markt gebracht als Antwort auf den steigenden
Bedarf der Automobilindustrie an einem Multigrip-Niet mit verbesserten
Leistungseigenschaften.
- Die pneumatisch
gesteuerten Werkzeuge POPNut® PC werden auf den Markt gebracht. Diese
Werkzeuge ermöglichen das Setzen bei verschiedenen Klemmbereichen, ohne
dabei die Hubeinstellung anpassen zu müssen.
- Die Tucker GmbH
feiert ihren 50. Geburtstag.
- Die Firma Emhart
Teknik in Schweden feiert ihr hundertjähriges Jubiläum.
- Die Tucker Fasteners
Ltd. in Birmingham beginnt mit der Neuausstattung ihres Werks. Neue
Maschinen werden installiert und die Arbeitsabläufe werden optimiert.
2010 - bis heute: Ein Unternehmen der Stanley Black & Decker Inc.

- 2010: Black & Decker fusioniert
mit Stanley Works und es entsteht die Stanley Black & Decker
Corporation.
- Eine neue Ära, die noch
höhere Anforderungen stellt, ist für alle Industriezulieferer angebrochen.
Emhart ist in Europa gut aufgestellt, um diesen Anforderungen mit seinen Innovationen,
seinem kundenorientierten Handeln, seiner Produktionstradition und seinem
technischen Know-How gerecht zu werden.